ALTERNATIVE BODENBELÄGE

Alternative Bodenbeläge

Entgegen dem aktuellen Trend alle Räume mit Fliesen auszustatten, möchten wir bei uns gerne einen alternativen Bodenbelag verbauen. Neben Laminat und Parkett haben wir uns weitere, alternative Bodenbeläge angesehen, die sogar in Bad und Küche eingesetzt werden können.

Allmählich geht in unserem Bau die Planung des Innenausbaus los. Ganz oben auf der Agenda stehen dabei die Bodenbeläge für das komplette Haus. Daran orientiert sich letztlich die Ganze Optik des Innenausbaus. Daher kann man damit nicht früh genug starten.

Vorweg, wir sind keine sonderlich großen Fans von Fliesen. Auch wenn die Kombination mit unserer Fußbodenheizung allgemein als die Beste gilt. Wir mögen das steinige, harte und kalte Gefühl unter den Füßen nicht.

Daher haben wir uns intensiv mit den Alternativen die es derzeit am Markt gibt auseinandergesetzt. Diese modernen Bodenbeläge eignen sich sogar für Feuchträume wie Küche und Bad. Da wir eine offene Wohnküche haben, möchten wir den Bodenbelag vom Wohnzimmer aus auch gerne bis in die Küche durchlegen.

Die Alternativen

Bodenbeläge haben in den letzten Jahren eine gewisse Renaissance erlebt. Neben den Klassikern, wie Teppichböden, Fliesen, Holz, Kork, PVC und auch Laminat, gibt es inzwischen eine Vielzahl an alternativen Bodenbelägen. Diese modernen Beläge bieten auch reichlich Mehrwerte gegenüber den Altbewährten. So sind Eigenschaften wie die einfache Verarbeitung, eine gute Trittschalldämmung und eine hohe Varianten Vielfalt inzwischen das Maß der Dinge. Für uns ganz wichtig, auch die Kompatibilität mit unserer Fußbodenheizung ist aufgrund der guten Wärmeleitung bei allen modernen Belägen quasi Standard.

Tipps bei der richtigen Wahl

Baumärkte bieten oft preisgünstige Muster für alle Beläge an. Auf Anfrage auch ganze Paneelen (für meist nicht mehr als 5€). Damit sollte man sich mit seinen Favoriten eindecken und Zuhause auf den eigenen Boden legen um mal den Kontrast zu den Möbeln zu sehen. Die Muster sollte man ruhig ein wenig länger liegen lassen. Der Geschmack ändert sich nämlich fast täglich.

Muster Bodenbeläge
Muster Bodenbeläge

Vinylbodenbeläge

Vinyl kannte man bis vor kurzem nur von seiner Schallplatten Sammlung. Wenn man sich ein Vinyl Paneele mal genauer ansieht, erkennt man m.E. auch durchaus Ähnlichkeiten.

Vinylboden Unterseite
Vinylboden Unterseite

Vinyl als Bodenbelag gibt es seit etwa 4 Jahren. Inzwischen gibt es eine Vielzahl Anbietern mit einer riesigen Auswahl an Farben und Designs.

Man kann Vinyl als Klick-Variante oder zum Kleben kaufen. Mein Favorit ist die Klick-Variante, die das Verlegen wirklich ziemlich vereinfacht. Hinzu kommt, das sich Vinylboden ganz einfach mit einem Cutter Messer schneiden lässt.

Die Vinyl Oberfläche ist meist strukturiert und äußerst robust und hält jedem Kleinkind und Porzellan-Missgeschick stand. Weder Laminat noch Fliesen können da mithalten.

Zu kaufen gibt es Vinyl in fast jedem Baumarkt. Bauhaus hat unter der Marke b!design eine eigene Serie mit einer schönen Auswahl an Dekoren im Programm. Auch Online gibt es sehr gute Anbieter. Einer davon ist der Baywa Baumarkt, der Vinylböden von den Firmen Parador und Schöner Wohnen führt.  Parador ist nicht nur im Lamniat Bereich, sondern  auch bei den Vinylböden aktuell einer der Anbieter mit der umfangreichsten Auswahl. Hier wird auch Fließen- und Steinoptik als Dekor angeboten. Außerdem gibt es von Parador auch eine Vielzahl passender Sockelleisten.

Vorteile Vinylboden
– Riesige Auswahl an Farben und Designs
– Extrem robust und für den Einsatz in Feuchträumen geeignet
– Leichte Verarbeitung

Nachteile Vinylboden
– Je nach Qualität dünstet Vinyl aus und gibt Weichmacher in die Umgebung ab. Beim Kauf auf gute Qualität achten.

Designbodenbeläge

Etwas neuer als Vinyl sind die sogenannten Designböden. Im Gegensatz zu Vinyl ist im Designboden kein PVC oder Sonstige Stoffe, die ausdünsten können, enthalten. Es ist eine Mischung aus Kork, PET und einer HDF Platte. Das Ganze erhält noch einen Feuchtigkeitsschutz, sodaß auch die Designböden im Feuchtraum eingesetzt werden können.

Der Designboden ist also die etwas ökologischere Alternative zum Vinylboden. Hersteller sind die Altbekannten, wie Meister oder Haro. Bei Meister ist in der Paneele zusätzlich noch eine Trittschalldämmung eingebaut.

Designboden mit Trittschalldämmung
Designboden mit Trittschalldämmung

Das Verlegen geht ebenfalls mittels Klick. Ein einfacher Cutter reicht hier leider nicht. Da muss dann schon die klassische Stichsäge oder der Laminat-Schneider her.

Die Dekor-Auswahl ist noch nicht ganz so groß wie beim Vinyl. Nach unserem Geschmack wirken die Dekore auch etwas blaß.

Vorteile Designboden
– Dünstet nicht aus / Ökologischer als Vinyl
– Ebenfalls robust und für den Einsatz in Feuchträumen geeignet

Nachteile Designboden
– Nicht ganz so leicht in der Verarbeitung
– Dekor Auswahl (noch) etwas weniger als bei Vinyl

Mineralische Bödenbeläge

Ganz neu auf dem Markt sind mineralische Bodenbeläge zum Klicken! Sprich eine Bodenpaneele in Fliesenoptik inkl. Fuge.

Für uns war das auf den ersten Blick eine richtig Tolle Sache. So spart man sich die oft langwierige Fliesenverlegungen mit Kleben und Verfugen. Die Verarbeitung von mineralischen Bodenbelägen wird dadurch immens vereinfacht.

Das Material besteht aus Holzfasern und mineralischen Füllstoffen. Derzeit gibt es leider nur recht wenige Oberflächen Dekore. Diese Bodenbeläge sind eine gute Alternative zu keramischen Belägen, wie Fliesen. Sie haben eine hohe Abriebfestigkeit und sind dabei sehr schlagfest und robust.  Für Feuchträume sind diese Böden ebenfalls geeignet. Leider jedoch noch nicht in der Dusche.

Im Vergleich zu den anderen Bodenbelägen, sind mineralische Böden mit >30 € , aktuell noch sehr teuer. Aber das wird sich künftig sicher etwas nivellieren. Wir haben bisher nur die mineralischen Bodenbeläge von Meister kennengelernt. Die Konkurrenz wird hier sicher bald nachlegen.

Vorteile Mineralische Böden
– Dünstet nicht aus / Ökologischer als Vinyl
– Robust und für den Einsatz in Feuchträumen geeignet
– Im Vergleich zu Fliesen einfach zu Verarbeiten

Nachteile Mineralische Böden
– Nicht ganz so leicht in der Verarbeitung wie Vinyl
– Dekor Auswahl (noch) sehr mau
– Aktuell noch recht teuer

Unser Fazit

Die  Entscheidung für den richtigen Bodenbelag fällt uns weiterhin nicht leicht. Im Erdgeschoss, inkl. Küche werden wir vermutlich den Vinyl- oder Designboden verlegen. Das machen wir am Ende abhängig vom Dekor. Für die Badezimmer sind die mineralischen Böden eine echte Alternative zu Fliesen. Vielleicht fällt hier auch noch der Preis, bis es mit unserem Innenausbau letztlich losgeht.

Prinzipiell sind uns alle alternativen Bodenbeläge lieber und sympatischer als die altbewährten Böden wie Laminat, Fliesen oder auch Parkett. Die Haupt-Vorteile aller drei Beläge sind die leichte Verarbeitung und das der Belag, dank der Robustheit, auch nach mehreren Jahren noch gut aussieht.

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